Warum macht Gruseln Spass?

Schreck, lass (noch nicht) nach!

Schreck, lass (noch nicht) nach!

So sehr uns Gespenster und Zombies auch in Angst und Schrecken versetzen, so sehr faszinieren sie uns auch. Denn Gruseln macht Spass. Vor allem dann, wenn wir uns selbst in Sicherheit befinden und uns beim Horrorfilmabend vor dem Fernseher schnell die Hand vor’s Gesicht schlagen können, wenn es zu unheimlich wird – und dann doch zwischen den Fingerschlitzen hindurchblinzeln. Schliesslich wissen wir, dass uns nichts passieren wird. Als «Angstlust» bezeichnen Psychologen diese Faszination am Gruseln. Dabei schüttet unser Körper in gruseligen Situationen den Botenstoff Dopamin aus. Das sogenannte Glückhormon versetzt uns in Euphorie – was übrigens auch passiert, wenn wir etwas Feines essen, Achterbahn fahren oder etwas besonders Schönes erleben. Die Angst gibt uns einen «Kick», den wir immer wieder erleben möchten. Daneben stellt das schöne Schaudern einen Kontrast zum oft eintönigen und sicheren Alltag dar, in dem wir leben. Die Zeiten, als uns der Säbelzahntiger am Wasserloch auflauerte, sind schliesslich schon eine ganze Weile vorbei. Das Level der Angstlust ist dabei von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Manche rennen bereits beim Anblick einer fingernagelgrossen Plastikspinne schreiend um den Block, während andere selbst das grösste Kunstblutbad nicht aus der Ruhe bringen kann. Wer an Halloween so richtig Angst und Schrecken verbreiten will, sollte daher wissen, wie sein Gegenüber tickt. Nicht, dass am Ende noch der Krankenwagen vor der Tür steht. 

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