Mit kleinen Kniffen Grosses bewirken.

Mit kleinen Kniffen Grosses bewirken.

Wenn das Büsi krank ist oder Bello eine neue Impfung braucht, stehen wir ruckzuck beim nächsten Tierarzt auf der Matte. Schliesslich soll es unseren vierbeinigen Lieblingen mindestens genauso gut gehen wie uns selbst. Doch wie sieht es mit all den anderen Tieren aus, die nicht ständig von uns umsorgt werden? Denn auch Vögel, Insekten oder Meeresbewohner benötigen Schutz. Dabei geht die grösste Gefahr für die Tiere nicht etwa von ihren Artgenossen oder anderen Tierarten, sondern vom Menschen selber aus. Gerade deshalb ist es wichtig, auch im Alltag respektvoll und vorausschauend mit den Tieren umzugehen. Denn auch kleine Gesten können Grosses bewirken. Wir wollen euch zeigen, wie ihr auch im alltäglichen Leben zum Wohlergehen der Tiere beitragen könnt.

 

Haustiere

Du möchtest selber ein Tier halten? Informiere dich über die Haltungsbedingungen und besuche anstatt der Zoohandlung das nächstgelegene Tierheim. Unzählige Tiere warten dort auf ein neues Zuhause. Falls die Wohnung für ein eigenes Tier zu klein sein sollte oder Papa eine Katzenhaarallergie hat: Viele Tierheime freuen sich über ehrenamtliche Helfer, die mit den Hunden Gassi gehen oder beim Ausmisten der Gehege helfen. 

 

Pelz

So ein Pelzkragen oder Pelzbommel an der Mütze kann schon ziemlich schick aussehen. Aber muss es unbedingt echter Pelz sein? Achte beim Jacken- und Mützen-Kauf im Winter darauf, dass es sich um Webpelz handelt. Der sieht dem echten Pelz nämlich zum Verwechseln ähnlich. Und kein Tier musste sein Leben für dein Modeaccessoire lassen.

 

Bienen

Wenn sie Angst haben, können sie schon mal zustechen. Aber normalerweise sind Bienen ziemlich friedliebende Tierchen – und ausserdem sehr nützlich. Indem sie die Blüten bestäuben, verhelfen sie der Natur jedes Jahr zu neuer Pracht. Eine Aufgabe, die Früchte trägt – im wahrsten Sinne des Wortes. Mit wenigen Mitteln könnt ihr das Leben der Bienen verbessern: Bunte Balkonblumen sind ein willkommener Snack bei langen Flugstrecken. Am besten stellt ihr auf Balkon oder Terrasse auch kleine Schälchen mit Kieselsteinen und Wasser auf. Denn das Pollen-Sammeln macht ziemlich durstig.

 

Enten füttern

Jeder von uns hat es wahrscheinlich schon einmal gemacht: Die Rede ist vom Entenfüttern. Ob Brotkanten oder Kuchenkrümel – wo Entli im See schwimmen, sind wohlwollende Essensspender nicht weit. Doch die wenigsten Tiere sind tatsächlich auf die Reste vom Zmorge angewiesen. Ausserdem wird häufig mehr Brot ins Wasser geworfen, als die Enten tatsächlich essen können. Die Folge ist, dass sich das Brot mit Wasser vollsaugt, auf den Grund sinkt und die Gewässer verschmutzt. Wer trotzdem nicht aufs Füttern verzichten will, sollte nur wenige, kleine und frische Brothäppchen, Obst oder weichgekochte Kartoffeln verfüttern – und das am besten erst dann, wenn die Tiere an Land sind.

 

Freizeitparks

Delfine, die wie Ballerinas über das Wasser tänzeln oder Orcas, die ihre Trainer auf der «Nase» balancieren – Shows mit Walen und Delfinen können ziemlich beeindruckend sein. Dennoch sollte man Freizeitparks, in denen Wale und Delfine Kunststücke aufführen, meiden. Denn die Haltung der Tiere ist alles andere als artgerecht. Selbst das grösste Becken kann nicht gross genug sein, um einem zehn Meter langen Orca ein artgerechtes Zuhause zu bieten. Du würdest schliesslich auch nicht in einer Badewanne wohnen wollen. Wer Orcas und Delfine beobachten will, für den gibt es nur einen Freizeitpark: das Meer. 

 

Müll

Müll gehört in den Kübel – und nicht auf Strasse, Waldwege oder an den Strand. Abgesehen davon, dass Abfall, der nicht richtig entsorgt wird, die Umwelt verschmutzt, kann er auch den Tieren schaden. Denn viele Tiere wissen nicht, dass Plastikmüll nicht essbar ist und vergiften sich oder ersticken an den Abfällen der Menschen. Viele Abfälle stellen ausserdem eine Falle für die Tiere dar, in der sie sich verheddern und verletzen können. Mit Abfall will nur eine Spezies gefüttert werden: die gemeine Mülltonne. 

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