Lebensraum Gleisfeld

Kleine Biotope zwischen Schotter und Schienen.

Kleine Biotope zwischen Schotter und Schienen.

Von weitem sehen die Gleisbetten der SBB eher trostlos aus. Doch wer genau hinsieht, wird feststellen, dass ziemlich viel los ist zwischen Schotter und Schienen. Vor allem im Gleisfeld Zürich kreucht und fleucht es zwischen den Schienen nur so. Ob Mauereidechsen, Blauflügelige Sandschrecken oder Wildbienen – die Gleisfelder zwischen Zürcher HB und Altstetten dienen zahlreichen Reptilien und Insekten als Lebensraum. Aufgrund seiner Artenvielfalt hat das Gebiet sogar das Zertifikat «Naturpark» erhalten. Und die SBB tut viel dafür, dass sich die kleinen Bewohner der Gleisfelder auch in Zukunft in ihren Unterschlupfen wohlfühlen. Für die Mauereidechse wurden Kies- und Sandstreifen angelegt, über die sich die Eidechsen vernetzen können. Daneben können sich die Echsen auf den mit Steinen gefüllten Gitterkörben entlang der Gleise sonnen und verkriechen sich zum Überwintern zwischen den Steinen. Auch die Bienen profitieren von den Tierschutzmassnahmen der SBB: Künstliche Nisthilfen und Altholz sorgen dafür, dass Maja, Willi und Co. ein sicheres Dach über dem Kopf haben. Eine weitere Besonderheit im Gebiet ist die Gelbbauchunke. Zur Stabilisierung des Bestands dieses kleinen Froschlurchs mit strahlend gelbem, von schwarzen Flecken durchsetztem Bauch wurden kleine Laichgewässer angelegt. Neben den Gleisfeldern tragen auch die von der SBB betreuten Grünflächen entlang der Bahnschienen zur Artenvielfalt bei. Da die SBB-Grünflächen nicht landwirtschaftlich genutzt und nur einmal im Jahr gemäht werden, können sich dort die verschiedensten Tier- und Pflanzenarten entfalten, darunter sogar seltene Orchideen. Wer sich selbst von den Mini-Biotopen überzeugen will, sollte bei der nächsten Zugfahrt einfach den Blick in Richtung Gleisbett richten. Vielleicht könnt ihr ja die eine oder andere Eidechse beim Sonnenbad entdecken.

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