Die Zeitumstellung

Wer hat an der Uhr gedreht …?

Wer hat an der Uhr gedreht …?

Am 29. Oktober dürfen wir endlich wieder eine Stunde länger schlafen. Um 3 Uhr nachts werden die Uhren eine Stunde zurückgestellt. Europaweit ticken die Uhren dann wieder nach der Winterzeit. Moment Mal, Winterzeit? Tatsächlich gibt es den Begriff Winterzeit offiziell gar nicht. Vielmehr wird zwischen Normalzeit und Sommerzeit unterschieden. Denn im Gegensatz zur Normalzeit, die nach dem Sonnenstand gemessen wurde, ist die Sommerzeit eine Erfindung des 20. Jahrhunderts. Ihren Ursprung hat die Zeitumstellung allerdings schon früher: In einem nicht ganz ernst gemeinten Brief des späteren US-Präsidenten Benjamin Franklin betitelte dieser die Pariser als «Faulpelze». Der damalige Gesandte der USA in Frankreich schlug vor, die Menschen mit morgendlichem Kanonenlärm aus den Federn zu holen. Denn wer früher aufsteht, verbrauche nachts weniger Kerzen – und der Staat könne jede Menge Geld einsparen. Die verrückte Idee fand zu Franklins Zeiten zwar keine Unterstützer; doch rund 130 Jahre später sollten die Menschen in Deutschland tatsächlich eine Stunde früher als sonst aus den Betten gejagt werden – wenn auch nicht mit Kanonen. Mitten im ersten Weltkrieg erhofften sich die Deutschen durch die Zeitumstellung eine Einsparung von Brennstoffen. Bis die Sommerzeit in ganz Europa und einigen anderen Ländern eingeführt wurde, sollten allerdings noch Jahrzehnte vergehen. In der Schweiz ticken die Uhren seit 1981 anders. Jeweils am letzten Sonntag im Oktober sowie am letzten Sonntag im März wird der Zeiger um eine Stunde vor- bzw. zurückgedreht. Allerdings stellen viele Menschen Sinn und Zweck der Zeitumstellung nach wie vor in Frage. Die ticken wohl nicht richtig! Also die Uhren ...

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