Die Notbremse

Ein roter Griff für alle Fälle.

Ein roter Griff für alle Fälle.

Hast du dich auch schon einmal gefragt, was passieren würde, wenn man an den roten Notbremsen in den Zügen der SBB ziehen würde? Überraschenderweise würde der Zug nicht sofort zum Stillstand kommen. Denn im falschen Moment gezogen, kann die Notbremse viel Schaden anrichten. Gerade auf Brücken oder in Tunnels sollte die Notbremse nicht gezogen werden. Vielmehr wird mit dem Ziehen der Notbremse heute eine «Notbremsanforderung» ausgelöst. Dabei ertönt im Führerstand ein Signalton und ein rotes Lämpchen blinkt auf. Im Fahrgastraum wird eine Durchsage ausgelöst und ein Pfeifton schaltet sich ein. Jetzt kann der Lokführer den Zug stoppen – oder mit der Notbremsüberbrückung noch so lange weiterfahren, bis ein geeigneter Halt gefunden ist bzw. der Zug die Gefahrenzone verlassen hat. Auch der Lokführer selber kann mit der Taste «3x Rot» einen Notruf absetzen – zum Beispiel wenn auf einmal eine Kuh zu dicht an den Gleisen steht. Statt drei weissen, leuchten dann am Zug drei rote Scheinwerfer auf. Sobald entgegenkommende Züge das Warnsignal erkennen, müssen sie anhalten. Zudem werden alle Lokführer in der Umgebung über Funk informiert. Das Zugfahren ist also eine ziemlich sichere Sache. Und wenn doch einmal etwas passiert, kann die Notbremse helfen, Schlimmeres abzuwenden. Aber Achtung: So verlockend es sein mag, einfach mal an dem roten Griff zu ziehen oder sich im Gedränge daran festzuhalten – die Notbremse darf nur gezogen werden, wenn wirklich Gefahr droht. Wer sie einfach nur zum Spass zieht, macht sich strafbar und muss mit juristischen Konsequenzen rechnen.

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