Die Geschichte von Halloween

Was es mit dem schönen Schaudern an Halloween auf sich hat.

Was es mit dem schönen Schaudern an Halloween auf sich hat.

Längst nicht mehr nur in Amerika verwandeln sich an Halloween Fensterbänke und Vorgärten in kleine Gruselkabinette. Auch in der Schweiz gehören schaurige Kürbisfratzen und Fledermäuse aus Plastik und Papier zur dekorativen Grundausstattung rund um die Tage vor und nach dem 31. Oktober. Doch was hat es mit dem Brauch eigentlich auf sich? Woher stammt das schöne Schaudern zum Beginn der dunklen Jahreszeit? Der Begriff Halloween geht auf das englische All Hallows’ Eve zurück. Damit ist der Tag vor Allerheiligen, also der 31. Oktober, gemeint. Streng genommen hängt das Gruselfest aber mit einem anderen Feiertag zusammen: dem am 2. November begangenen Feiertag Allerseelen, an welchem die Katholiken ihrer Verstorbenen gedenken. Vor allem in Irland nahmen die Menschen den Feiertag zum Anlass, um nicht nur für die Toten zu beten, sondern auch das Ende des Sommers und den Einzug des Viehs in die Ställe zu feiern. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich das einst religiöse Kirchenfest zu einem weltweit gefeierten Event, der mit Andacht und Religion heute nur noch wenig zu tun hat. Von Irland über die USA gelang der Brauch in der Mitte des 20. Jahrhunderts schliesslich nach Europa – wobei das Fest jahrzehntelang eher wenig Beachtung im Feiertagskalender der Schweiz fand. Erst seit Anfang der 1990er-Jahre auch Filmindustrie, Detailhandel und Werbebranche das Marktpotenzial von Halloween entdeckt haben, fliesst auch hierzulande das Kunstblut in Strömen. Übrigens: Der Brauch, an Halloween ausgehöhlte Kürbisse vor die Tür zu stellen, mag zwar aus den USA stammen, tatsächlich werden im Herbst aber auch in der Schweiz und in Süddeutschland bereits seit Jahrhunderten Zuckerrüben ausgehöhlt und zu kunstvollen Räbenlichtern zurechtgeschnitzt. Wer weiss, vielleicht waren es ja gar nicht die Iren, die Halloween erfunden haben, sondern die Schweizer ...

Zurück