Die Bahnschranken

Für Sicherheit an den Gleisen.

Für Sicherheit an den Gleisen.

Das hast du bestimmt auch schon erlebt: Man läuft gemütlich dem Trottoir entlang, auf einmal ertönt ein lautes Bimmeln, kurze Zeit später schneiden zwei grosse Schranken den Weg ab und ein Zug rauscht vorbei. Wenn Gleise oberirdisch verlaufen und Strassen oder Wege kreuzen, sorgen Schranken dafür, dass Fussgänger sowie Auto- und Radfahrer dem heranfahrenden Zug nicht in die Quere kommen. Doch woher wissen die Schranken, wann der nächste Zug heranrollt? Zunächst einmal musst du wissen, dass es verschiedene Schrankentypen gibt. Halbschranken kommen vor allem auf weniger stark befahrenen Landstrassen zum Einsatz. Wie der Name bereits verrät, sperren sie nicht den gesamten Bahnübergang ab, sondern nur die Zufahrt. Vollschranken sieht man vor allem in Innenstädten. Im gesenkten Zustand sperren sie den Übergang über die gesamte Strassenbreite ab. Manchmal gibt es sogar zwei Schranken pro Strassenseite. Anders als Halbschranken werden Vollschranken videoüberwacht. Erst wenn der Schrankenwächter oder Fahrdienstleister sein OK gibt, darf der Zug den Bahnübergang überqueren. Das ist allerdings nicht die einzige Sicherheitsmassnahme. Bereits einige Kilometer vor dem Bahnübergang fährt der Zug über eine Art Schalter in den Gleisen. Sobald der Zug das Signal auslöst, erfährt ein Computer davon. Der wiederum sorgt dafür, dass sich die Schranken automatisch schliessen. Dann leuchtet für die Fussgänger und Autofahrer zunächst ein gelbes, dann ein rotes Licht auf. Rund 80 Sekunden bleiben die Schranken bei einem Zug, der mit 100 km/h unterwegs ist, geschlossen. Bahnübergänge werden übrigens meist durch das rot-weisse Andreaskreuz gekennzeichnet. So wissen alle Verkehrsteilnehmer, dass sie an dieser Stelle besonders vorsichtig sein müssen – und ein bisschen Zeit mitbringen sollten. Aber 80 Sekunden Durchatmen hat ja noch niemandem geschadet.

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