Der Gotthard-Basistunnel

Ein Bauwerk der Superlative.

Ein Bauwerk der Superlative.

Gross, grösser, Gotthard-Basistunnel. Der zweiröhrige Eisenbahntunnel zwischen dem Urner Erstfeld und Biasca im Tessin ist mit 57 Kilometern nämlich nicht nur der längste Eisenbahntunnel der Welt; der Tunnel ist auch in anderen Belangen ein Bauwerk der Superlative. 17 Jahre lang haben bis zu 2400 Personen in drei Schichten rund um die Uhr im Tunnel gearbeitet. Dabei frassen sich die riesigen Tunnelbohrmaschinen nicht etwa von Norden nach Süden oder andersherum durch den Berg: Es wurde vielmehr in fünf verschiedenen Segmenten gearbeitet – eine Meisterleistung der Ingenieurskunst, denn schliesslich mussten alle Tunnelabschnitte perfekt aufeinanderpassen. Um die Sicherheit der Passagiere zu gewährleisten, gibt es im Tunnel zwei Bereiche, in denen die Züge im Notfall in die jeweils andere Tunnelröhre wechseln können. Alle 325 Meter befinden sich zudem Übergänge in die Nebenröhren, so dass die Fahrgäste die Gefahrenzone bei einem Zwischenfall schnell und sicher verlassen können. Wer lieber an der Sonne liegt, anstatt 20 Minuten lang durch eine dunkle Tunnelröhre zu fahren, kann es sich auch am Urnersee gemütlich machen: Ein Teil der rund 28 Millionen Tonnen Felsbrocken, die beim Bau um- und ausgegraben wurden, fand nämlich bei der Aufschüttung von drei künstlichen Badeinseln im Urnersee Verwendung.

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