Der Fahrplanwechsel

Was es mit den Fahrplanänderungen auf sich hat.

Was es mit den Fahrplanänderungen auf sich hat.

Alles neu macht der Mai? Von wegen! Zumindest bei der SBB ist es der Dezember, der Neues mit sich bringt – vor allem hinsichtlich des Fahrplans. Am 10. Dezember 2017 bekommt der Fahrplan seine jährliche Generalüberholung. Der Fokus des diesjährigen Wechsels liegt auf der Romandie. Die SBB bietet mehr Direktverbindungen und mehr Sitzplätze an. Ausserdem kommen Italien-Fans und Maultaschen-Liebhaber auf ihre Kosten: Zum einen gibt es ab dem 10. Dezember eine tägliche Verbindung zwischen Zürich und Venedig sowie einen Direktzug von Frankfurt nach Mailand; zum anderen können Reisende im Stundentakt von Zürich ins schwäbische Stuttgart und zurück fahren – bisher war dies nur alle zwei Stunden möglich. Ausserdem wird der Zug ICN in die Produktmarke IC integriert. Daneben sollen Liniennummern den Fahrgästen aus der Schweiz und dem Ausland dabei helfen, bei der Vielzahl von Zügen und Verbindungen nicht den Überblick zu verlieren. Klingt nach ganz schön viel Arbeit, oder? Tatsächlich wird so ein Fahrplanwechsel bereits Monate im Voraus akribisch geplant. Schliesslich müssen neben den neuen Fahrzeiten auch die Dienstpläne des Personals und die Kundeninformationssysteme aufeinander abgestimmt sein. Neben all dem müssen die Planer der SBB noch einen weiteren wichtigen Punkt beachten: die Fahrpläne der Nachbarländer. Bereits seit 1872 finden daher europäische Fahrplankonferenzen statt, bei welchen die Fahrpläne der verschiedenen europäischen Bahngesellschaften aufeinander abgestimmt werden. Heute ist es das Forum Train Europe (FTE), das den Überblick über den grenzüberschreitenden Personen- und Güterverkehr behält. Sitz der Organisation ist übrigens Bern. Kein Wunder – denn wenn es ums Zugfahren geht, macht den Schweizern so schnell keiner etwas vor.

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