Die Geschichte der Schweiz

Vom Vielvölkerstaat zur Eidgenossenschaft.

Vom Vielvölkerstaat zur Eidgenossenschaft.

Vier verschiedene Landessprachen, 26 Kantone und 8,5 Millionen Einwohner– die Schweiz ist ein ziemlich bunter Haufen. Kaum ein anderer Staat in Europa kann mit der sprachlichen und kulturellen Vielfalt der Schweiz mithalten. Dass die Schweiz heute so bunt und vielfältig daherkommt, liegt auch an ihrer Geschichte. Zwischen dem römischen und dem germanischen Reich gelegen, haben sich in der Schweiz bereits vor Jahrtausenden die Völker und Kulturen vermischt. Dies führte allerdings auch dazu, dass der Einheitsgedanke lange Zeit nur ein Gedanke blieb. Erst mit dem Tod des deutschen Königs Rudolf I. schlossen die drei «Urkantone» Uri, Schwyz und Unterwalden im Jahr 1291 den Bund zum Schutz ihrer «alten Freiheiten» – ein erster Schritt, um sich endlich von den deutschen Herrschern zu lösen. Die Legende besagt, dass drei Abgesandte der Schweizer Urkantone sich auf der Rütliwiese am Vierwaldstättersee trafen, um mit einem Eid den Bund gegen die Habsburger zu besiegeln. Der auf Anfang August 1291 datierte Bundesbrief wird daher als Gründungsurkunde der Schweizerischen Eidgenossenschaft betrachtet. Aus diesem Grund wird der Schweizer Nationalfeiertag immer am 1. August gefeiert. Auch wer kein gutes «Kalendergedächtnis» hat, kann den Bundesfeiertag fast gar nicht verschwitzen. Denn nicht nur die meisten Läden und Büros haben am 1. August geschlossen; vielerorts wird mit Feuerwerk oder sogar mit Höhenfeuern des historischen Befreiungsschlags gedacht. Vor allem in den Bergregionen werden dann meterhohe Holzkegel angezündet, welche die Nacht erleuchten. Ein ziemlich eindrückliches Spektakel. 

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