Feste und Traditionen im Mai

Was den Wonnemonat so besonders macht.

Was den Wonnemonat so besonders macht.

Der letzte Schnee in den Tälern ist geschmolzen, der Winter zieht sich auf die Berggipfel zurück und nach und nach breitet sich ein grüner Teppich mit bunten Farbklecksen über die Landschaft aus. Spätestens im Mai kennt die Natur kein Halten mehr – und die Menschen erst recht nicht. Kein Wunder ist der sogenannte «Wonnemonat» Mai der Monat mit den meisten Festen und Feiertagen. Alles fängt mit der Walpurgisnacht vom 30. April auf den 1. Mai an. Dann treiben die Hexen – angeblich – ihr Unwesen. Ein Glück, dass der 1. Mai als internationaler «Tag der Arbeit» bereits seit vielen Jahren in den meisten Kantonen ein Feiertag ist. So steht dem Feiertrubel in der Nacht nichts im Wege. Und die Dorfbewohner im Aargau haben genug Zeit, um Blumenkästen und Velos wieder einzusammeln. Denn in der Nacht auf den 1. Mai sind die «Stäcklibuebe» unterwegs, nehmen mit, was nicht niet- und nagelfest ist und türmen ihre Fundstücke auf dem Dorfplatz auf. Daneben werden auch der Muttertag sowie Auffahrt und Pfingsten meistens im Mai gefeiert. Aber auch andere Traditionen bestimmen den fünften Monat des Jahres: Im Kanton Fribourg gilt es als Liebesbeweis, ein Tannli zu schlagen und der Angebetenen den geschälten Baumstamm mit der grünen Krone heimlich vors Haus zu stellen. Vor allem in der Basler Grenzregion zu Deutschland werden zur Verschönerung des Ortskerns ausserdem häufig Maibäume und Maitannen aufgestellt oder die Brunnen geschmückt. Auch in der Romandie steht der Mai feiertechnisch hoch im Kurs. Am ersten Sonntag im Mai wird in sieben Gemeinden des Kantons Genf die Rückkehr des Frühlings gefeiert. Im Zentrum der Feierlichkeiten steht ein Kinderumzug. Eines der Kinder ist dabei als Baum verkleidet, während auf einem kleinen Wagen die kindliche Maikönigin und der Maikönig durchs Dorf gezogen werden. 

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