Magic Ticket - der Kinderclub der SBB.

Baustellen

Was anfangs wie ein Märchen klang, wird in 10 Jahren Realität sein:

Eine moderne Bahnlinie mitten durch die Alpen. Das Herzstück der Neuen Eisenbahn-Alpen-Transversale (NEAT) bildet der Gotthard-Basistunnel. Im Jahr 2015 wird es soweit sein: Mit 250 km/h werden die Züge durch den mit 57 Kilometern längsten Eisenbahntunnel der Welt fahren.

Bildergalerie: Hier kannst du dir imposante Bilder aus, über, im und unter der Baustelle ansehen.

Das Interview

Tal

Hier kannst du das vollständige, exklusive Interview des Kommunikationschef der Apltransit Gotthard AG für die Magic Ticket Mitglieder nachlesen.

"Wir wollen gemeinsam durch diesen Berg"

Herr Suter, "der längste Eisenbahntunnel der Welt": ist das wirklich wahr?
Ja, das ist tatsächlich so. Mit 57 Kilomtern ist der Gotthard-Basistunnel der längste Eisenbahntunnel der Welt. Dahinter folgen als zweitlängster der Seikan-Tunnel in China mit 54 Kilometern und an dritter Stelle der Eurotunnel zwischen Frankreich und England mit 53 Kilometern. Was aber noch viel wichtiger ist: in absehbarer Zeit wird es auch keinen längeren geben.

TBM

Uns haben unter anderem die riesigen Bohrmaschinen beeindruckt. Was können Sie uns dazu erzählen?
Tunnelbohrmaschinen (TBM) sind fahrende Fabriken im Berg. Sie sind rund 400 Meter lang und 30 Millionen teuer. Täglich arbeiten sie sich zwischen 25 und höchstens 30 Meter durch den harten Fels. Der Bohrkopf presst sich mit 26 Tonnen Druck an den Fels und bricht dabei handtellergrosse Felsplättchen raus.

Rund 2000 Menschen arbeiten im Tunnel. Wie sieht ein gewöhnlicher Arbeitstag für einen Arbeiter aus?
Im Tunnel wird im Schichtbetrieb gearbeitet. Das bedeutet für den Arbeiter: 8 Stunden ist er im Berg, 8 Stunden hat er Freizeit und 8 Stunden Ruheschicht. Im Tunnel arbeiten Menschen aus verschiedenen Nationalitäten, Religionen und Kulturen mit einem gemeinsamen Ziel eng zusammen: wir wollen gemeinsam durch diesen Berg.

Arbeiter

Was passiert eigentlich mit dem herausgebohrten Fels?Wir brechen ein Volumen aus, das so gross ist wie 5 Cheops-Pyramiden. 20% geht wieder in den Berg zurück als Baumaterial (Beton), ungefähr gleich viel wird für Dämme verwendet. Die andere Hälfte geht an Dritte. Damit werden zum Beispiel in einem Urner See insgesamt 6 Inseln aufgeschüttet. Drei davon sind als Badeinseln für Menschen gedacht, die anderen drei sollen von Tieren als zusätzlichen Lebensraum dienen.

Kieslastwagen

Was ist die grösste Herausforderung an einem solchen Tunnel?

Da weiss ich gar nicht, was ich genau antworten soll. Denn eigentlich ist es alles: die Grösse des Tunnels, die Genauigkeit, mit der geplant und gearbeitet werden muss, der grosse Zeit- und Kostendruck, die aufwendige Logistik. In einem Wort: alles.
 
Herr Suter, Danke fürs Gespräch.
  • Hotline 0848 11 33 55
    Montag-Freitag
    08:00 - 18:00 Uhr
Ticki Ticki weiss Rat